Was tun bei Skoliose

Was tun bei Sko­lio­se?

Atlastherapie Ulm | Thomas Heiler | der Atlasexperte

Oft bewirkt eine Atlas­fehl­stel­lung auch eine Ver­la­ge­rung der Kopf­hal­tung, dabei meist nach vor­ne (Antero­po­si­ti­on) und zu einer Sei­te hin (abhän­gig von der Fehl­stel­lung des Atlas). Die­se Schwer­punkt­ver­schie­bung des Kop­fes erfor­dert eine Anpas­sungs­re­ak­ti­on in der Gesamt­kör­per­sta­tik, wel­che zu Fehl- und Über­be­las­tun­gen in allen Kör­per­be­rei­chen füh­ren kann. Dies ist unter ande­rem als Sko­lio­se, Gesichts- und/oder Kie­fer­fehl­stel­lung, Schul­ter­hoch­stand, Becken­ver­wrin­gung oder Becken­schief­stand, Bei­n­ach­sen­ver­schie­bung oder auch als Fuß­fehl­stel­lung sicht­bar. Betrof­fe­ne neh­men dies oft­mals selbst jedoch gar nicht bewusst wahr.

Kör­per­li­che Struk­tu­ren wer­den dadurch einer über­mä­ßi­gen Druck­be­las­tung und erhöh­ten Scher­kräf­ten aus­ge­setzt und so über­las­tet, wodurch z.B. die Gelenk­knor­pel, Bän­der, Fas­zi­en, Seh­nen, Menis­ken, Band­schei­ben oder auch der Dis­cus im Kie­fer­ge­lenk zuneh­mend ver­schlei­ßen kön­nen. Somit wird z.B. die Ent­ste­hung einer Arthro­se oder ande­rer dege­ne­ra­ti­ver Abnut­zungs­er­schei­nun­gen wie Osteo­phy­ten an den Gelen­ken begüns­tigt. Aber auch ein myo­fas­zia­les Schmerz­syn­drom, ein Band­schei­ben­vor­fall oder Kna­cken im Kie­fer­ge­lenk kön­nen Zei­chen einer Fehl­be­las­tung durch eine Atlas­fehl­stel­lung sein – neben vie­len wei­te­ren hal­tungs­be­ding­ten Über­las­tungs­er­schei­nun­gen.

Aber auch Orga­ne kön­nen unter der atlas­be­ding­ten Fehl­sta­tik unter Span­nung gera­ten bzw. eine Kom­pres­si­on erfah­ren. Bei einer leich­ten Fehl­sta­tik geschieht dies vor­ran­gig über fas­zia­le Züge. Bei deut­li­cher aus­ge­präg­ten Fehl­stel­lun­gen, wie z.B. einer Sko­lio­se, kann es zu erheb­lich stär­ke­ren räum­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen der Orga­ne mit Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen kom­men.

Der Kör­per wird durch den fehl­ge­stell­ten Atlas zu einer Aus­gleichs­re­ak­ti­on bzw. zu Kom­pen­sa­tio­nen gezwun­gen, aus wel­cher man sich nur zu einem gewis­sen Grad durch geziel­te Übun­gen und The­ra­pie her­aus­be­we­gen kann. Da jedoch das pri­mä­re Ziel des Kör­pers ist, sei­ne wich­tigs­ten Gefä­ße, Ner­ven und Orga­ne frei zu hal­ten und der Atlas hier­bei eine zen­tra­le Stel­lung ein­nimmt, kommt es häu­fig dazu, dass der fehl­ge­stell­te Atlas die soeben müh­sam erar­bei­te­te Bewe­gungs­frei­heit recht schnell wie­der ein­schränkt. Dies geschieht mit dem Ziel, die den Atlas umge­ben­den Struk­tu­ren zu ent­las­ten. Eine mög­li­che Erklä­rung hier­für könn­te das Vor­han­den­sein der deut­lich erhöh­ten Anzahl von Pro­prio­zep­to­ren (Stel­lungs­re­zep­to­ren) in der tie­fen Nacken­mus­ku­la­tur auf Höhe des Atlas sein. Dies äußert sich dar­in, dass man z.B. trotz regel­mä­ßi­gen, jah­re­lan­gen Deh­nens oder Kräf­ti­gens in einer Übung nicht wei­ter kommt oder sich sogar Mus­kel­krämp­fe als Abwehr­span­nung ein­stel­len, anstatt dass sich die Mus­ku­la­tur geschmei­dig löst.

Bei Klein­kin­dern mit einer Atlas­fehl­stel­lung sind dage­gen häu­fig Lage­rungs­asym­me­tri­en auf­find­bar. Hier kann man eine schie­fe Lage­rung des Kin­des in unter­schied­li­chen Kör­per­po­si­tio­nen beob­ach­ten. Es wird auch von einem KISS-Syn­drom (Kopf­in­du­zier­te Sym­me­trie­stö­rung) gespro­chen, die wie­der­um eine KIDD zur Fol­ge haben kann, was für „Kopf­ge­lenks­in­du­zier­te Dys­pra­xie und Dys­gno­sie“ steht. Hier kommt es zu umfas­sen­den Koor­di­na­ti­ons- und Ent­wick­lungs­stö­run­gen u.a. der Fein- und Grob­mo­to­rik sowie Stö­run­gen in der Bewe­gungs­pla­nung (Dys­pra­xie). Auch kann die Wie­der­ga­be von gelern­ten Infor­ma­tio­nen kann gestört sein (Dys­gno­sie). Hin­ter­grund: Der fehl­ge­stell­te Atlas übt einen Dau­er­druck auf feins­te Ner­ven und Gefä­ße aus, was zu erheb­li­chen Fehl­in­for­ma­tio­nen im Gehirn füh­ren und die soeben genann­ten Beschwer­den aus­lö­sen kann.

Zusam­men­fas­send kann fest­ge­hal­ten wer­den, dass eine Fehl­stel­lung des Atlas der Beginn einer mani­fes­ten Fehl­sta­tik des gesam­ten Kör­pers und die Kor­rek­tur die­ser Fehl­stel­lung wie­der­um die Mög­lich­keit eines ent­schei­den­den Schrit­tes in Rich­tung Auf­lö­sung die­ser Fehl­sta­tik sein kann.

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